Etwa rund 600.000 Haushalte, die mit Flüssiggas heizen, sind auf Grund eines gemieteten Tanks dazu verpflichtet ihr Flüssiggas ausschließlich bei diesem Lieferanten zu kaufen. Vielen Kunden zahlen dabei laut Stiftung Warentest deutlich zu viel. Die Preise liegen teilweise bis zu 78 Prozent über dem, was Kunden mit einem eigenen Tank bezahlen könnten.
Anbieter, die diese Miettanks zur Verfügung stellen, veröffentlichen nirgendwo ihre Preise, was dazu führt, dass für entsprechende Kunden keinerlei Preistransparenz herrscht. Ein Vergleich ist nun dank einer ausgiebigen Recherche von Flüssiggaspreisen unterschiedlicher Anbieter möglich. Wer dann feststellt, dass er zu viel bezahlt hat entweder die Möglichkeit mit dem eigenen Lieferanten zu verhandeln oder sollte über die Anschaffung eines eigenen Tanks nachdenken.
Als Kunde eines Miettanks steht man jedoch häufig vor dem Problem, dass ihnen der Lieferant den Verkauf des Tanks verweigert. Der Tank muss in diesem Fall abgeholt werden, was wiederum erneut zu hohen Kosten führen kann, oft nicht einmal rechtens. Viele im Vertrag festgehaltenen Klauseln sind ungültig und somit schlichtweg für beide Vertragspartner unwirksam. Bei einer tieferen Prüfung stellte man fest, dass entsprechende Klauseln bei 18 von insgesamt 23 Verträgen unwirksam waren. Für den Kunden heißt das, dass sie für die teure Tankrückgabe nicht bezahlen müssen, auch wenn dies so im Vertrag steht.
Tipp: Am besten nicht mit überhöhten Preisen abfinden und versuchen zu verhandeln oder im schlimmsten Fall zu kündigen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.test.de/fluessiggas

Quelle: https://www.test.de/presse/pressemitteilungen/Fluessiggas-Viele-Kunden-zahlen-deutlich-zu-viel-5127155-0/